Einblicke in die Unterrichtsentwicklung

Selbstorganisiertes Lernen und moderne Lernräume

Im Rahmen der Weiterentwicklung eines zeitgemäßen, kompetenzorientierten Unterrichts setzt die Schule verstärkt auf Lernumgebungen, die selbstorganisiertes Arbeiten, kooperative Lernformen sowie flexible Unterrichtsarrangements ermöglichen. Moderne Unterrichtskonzepte erfordern Räume, die es Lernenden erlauben, ihren Arbeitsplatz den jeweiligen Anforderungen entsprechend anzupassen – sei es für Gruppenarbeit, Partnerphasen oder individuelles Lernen.

Impulse für die Gestaltung solcher Lernumgebungen lieferte ein Besuch an der Universität Passau. Dort wurden von Frau Dr. Verena Köstler und Dr. Christian Müller innovative Räume des selbstorganisierten Lernens vorgestellt, darunter der MakerSpace sowie verschiedene didaktische Innovationslabore wie das DiLab-Klassenzimmer und das DiLab-Lehrerzimmer. Während das DiLab-Klassenzimmer einen starken Fokus auf individualisierte Lehr-Lernsettings legt, adressiert das DiLab-Lehrerzimmer vor allem kooperative und kollaborative Arbeitsprozesse. Der MakerSpace wiederum bietet eine offene, flexibel gestaltbare Umgebung, die exploratives, problemlösendes und selbstorganisiertes Arbeiten unterstützt.

Diese Lernorte verdeutlichen, wie durchdachte Raumkonzepte pädagogische Entwicklungen fördern, indem sie Selbstorganisation, Kooperation und flexible Lernformen in besonderer Weise ermöglichen. Maker Education verfolgt das Ziel, Lernende in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken und sie zu sozial verantwortungsvollem, handlungsfähigem und innovativem Denken zu befähigen. Lernen wird dabei als selbstgesteuerter, kontextbezogener und sozial-kommunikativer Prozess verstanden. Transformative Lernprozesse, die auf Selbstorganisation beruhen, werden so gezielt unterstützt.

Ein gelingender Making-Unterricht vereint drei zentrale Elemente:
Mindset (Offenheit, Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft),
Skillset (kreative und fachliche Kompetenzen, Problemlösefähigkeit, reflektierter Umgang mit Fehlern)
und Toolset (Materialien, Werkzeuge, digitale Technologien).

Entscheidend ist dabei nicht nur die räumliche Ausstattung, sondern vor allem eine entsprechende pädagogische Haltung: Lehrpersonen schaffen offene Lernumgebungen, vertrauen den Lernenden und fördern eigenständiges, interessengeleitetes Arbeiten.

Der Besuch an der Universität Passau sowie die fortlaufende Weiterentwicklung der schulischen Räume tragen dazu bei, den Anspruch eines lernförderlichen, inklusiven und gesundheitsorientierten Schulumfelds konsequent weiterzuverfolgen – und damit Lernende bestmöglich auf die Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft vorzubereiten.

Der neu eingerichtete SOL-Raum an der FOSBOS unterstützt das bedürfnisorientierte und eigenverantwortliche Lernen. Ausgestattet mit modernen Sitzformen, Pflanzen, ergonomischen Stühlen, beweglichen Tafeln, Trennwänden und Multifunktionshockern, bietet der Raum vielfältige Möglichkeiten für individuelles und kollaboratives Arbeiten. Schülerinnen und Schüler der BOS Waldkirchen zeigen in einem Video auf dem Instagram-Kanal der FOS Waldkirchen die Vorteile des neuen SOL-Raums und zeigen dabei die Möglichkeit, eigenständig zu arbeiten, Aufgaben zu planen und Prioritäten zu setzen – in passenden Lernzonen, sowohl in Ruhe als auch im Austausch. Der SOL-Raum steht für mehr Eigenverantwortung und eine gute Vorbereitung auf Studium und Beruf.

Hier geht´s zum Video.

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