Höhenrekord der Schule geknackt- FOS 11aT schreibt Geschichte
FOS Waldkirchen zum siebten Mal am Rande des Weltalls
Mit dem mittlerweile siebten Stratosphärenflug setzt die Fachoberschule Waldkirchen ihr erfolgreiches Technikprojekt fort. Seit dem ersten Start im Jahr 2018 arbeiten Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe der Fachrichtung Technik regelmäßig an diesem interdisziplinären Vorhaben – mit pandemiebedingter Pause. Seit 2023 läuft das Projekt wieder, und erneut werden dabei Inhalte aus den Fächern Physik, Technologie und fachpraktischer Vertiefung miteinander verknüpft und praktisch umgesetzt.
Das Projekt „Stratosphärenflug“, das zwar materiell aus scheinbar einfachen Komponenten besteht, bringt hochkomplexe physikalische und technische Herausforderungen mit sich, die ebenso adäquate Lösungen erfordern. Denn die Gesetze der Physik gelten überall – und so muss man mit ihnen arbeiten, um ideal vorbereitet die Herausforderungen anzunehmen.
In der Zielhöhe von 30 bis 40 Kilometern beträgt der Luftdruck nur noch wenige Millibar – im Gegensatz zu den ca. 1000 Millibar am Boden. Der Wetterballon dehnt sich dadurch erheblich aus: von einem Durchmesser von etwa zwei Metern auf bis zu sieben Meter kurz vor dem Zerbersten.
Der Ballon muss zahlreiche essenzielle Utensilien bis an den Rand der Stratosphäre transportieren. GPS-Tracker, Datenlogger, Stromversorgung sowie Außenexperimente müssen den extremen Bedingungen standhalten. Trotz unvorstellbarer Temperaturen von bis zu -60 Grad Celsius erschwert die niedrige Luftdichte die natürliche Kühlung der elektrischen Komponenten.
Der Flug der FOS 11T im Juli 2025 führte von Waldkirchen aus in östlicher Richtung, wobei der Ballon den Moldaustausee bei Lipno in Tschechien am nördlichen Ende überflog – eine Strecke von etwa 70 Kilometern hatte er bis dahin zurückgelegt. An diesem Wegpunkt vollzog die Sonde eine Kehrtwende, flog 40 Kilometer zurück, nun nordwestlich, passierte Finsterau und platzte schließlich in einer Höhe von knapp 40.000 Metern – also nur noch rund zehn Kilometer unterhalb des äußersten Randes der Stratosphäre – infolge des geringen Außenluftdrucks.
Zum Zeitpunkt des Platzens befand sich der Ballon über der Ortschaft Zwiesel. Von dort aus segelte die Sonde, gebremst durch einen Fallschirm, langsam zurück zur Erde. Die Landung erfolgte schließlich beim Freilichtmuseum Finsterau, Gemeinde Mauth – nicht weit von der tschechischen Grenze entfernt. Insgesamt wurde eine Strecke von rund 150 Kilometern zurückgelegt (siehe Bild zur Flugstrecke).
Der Flug der FOS 11T im Juli 2025 führte von Waldkirchen aus in östlicher Richtung, wobei der Ballon den Moldaustausee bei Lipno in Tschechien am nördlichen Ende überflog – eine Strecke von etwa 70 Kilometern hatte er bis dahin zurückgelegt. An diesem Wegpunkt vollzog die Sonde eine Kehrtwende, flog 40 Kilometer zurück, nun nordwestlich, passierte Finsterau und platzte schließlich in einer Höhe von knapp 40.000 Metern – also nur noch rund zehn Kilometer unterhalb des äußersten Randes der Stratosphäre – infolge des geringen Außenluftdrucks.
Zum Zeitpunkt des Platzens befand sich der Ballon über der Ortschaft Zwiesel. Von dort aus segelte die Sonde, gebremst durch einen Fallschirm, langsam zurück zur Erde. Die Landung erfolgte schließlich beim Freilichtmuseum Finsterau, Gemeinde Mauth – nicht weit von der tschechischen Grenze entfernt. Insgesamt wurde eine Strecke von rund 150 Kilometern zurückgelegt (siehe Bild zur Flugstrecke).
Nun konnte auch endlich das Bergungsteam aktiv werden, denn mit Erreichen des Erdbodens war die Ortung wieder möglich. Ausgerüstet für alle Eventualitäten – etwa die Bergung aus Bäumen, Gewässern oder auch aus Sumpfgebieten – und hoch motiviert, brachen sie auf. Von Klettergurt über Motorsäge bis hin zur Drohne hatten sie alles dabei. Doch zur großen Enttäuschung aller Beteiligten konnte das Team die Sonde am Starttag leider nicht finden, da keine Übereinstimmung der GPS-Signale vorlag.
Dieser Rückschlag hielt die Gruppe jedoch keineswegs auf. Nach erneutem Signalempfang starteten sie am folgenden Tag eine zweite Suchaktion – mit Erfolg! Nicht weit entfernt von der fehlerhaften Ortsangabe des Vortags konnte das Bergungsteam die Sonde schließlich stolz in einem Waldgebiet in Empfang nehmen.
Der diesjährige Flug war somit ein voller Erfolg! Nicht nur wurde der alte Höhenrekord übertroffen – auch die technischen Details waren deutlich fortgeschrittener als in den Vorjahren. Die gesamte Flugroute, Flughöhe, Luftdruck, Temperatur und Geschwindigkeiten konnten aufgezeichnet werden und die angebrachten Kameras lieferten mehrere Stunden einwandfreie Aufnahmen.
Mit einer erreichten Höhe von 39.453 Metern kann die Klasse F11T nun mit Gewissheit sagen: Sie haben Schulgeschichte geschrieben.
Annalena Haas; Anna-Sophie Kern; Marlene Knon; Julia Lorenz




